Beitragsbemessungsgrenze Pflegeversicherung 2011

Beitragsbemessungsgrenze BBG 2011 gesetzliche Pflegeversicherung sinkt

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist seit 1995 ein eigenständiger Teil des deutschen Sozialversicherungssystems und wurde daher neben der gesetzlichen Krankenversicherung, der Rentenversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung als Pflichtversicherung eingeführt. Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung werden nach dem bundeseinheitlichen Beitragssatz von 1,95% des beitragspflichtigen Bruttoeinkommens berechnet, wobei Einkommen oberhalb der von der Bundesregierung festgesetzten Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr berücksichtigt werden. Die Beitragsbemessungsgrenze der Pflegeversicherung ist analog der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung und lag im Jahr 2010 bei 44.950 Euro pro Jahr.

Beitragssatz Pflegeversicherung zur Hälfte als Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil

Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung außer im Bundesland Sachsen zu 50% durch die Arbeitnehmer und zu 50% durch die Arbeitgeber finanziert werden. [adsense]In Sachsen hingegen übernehmen Arbeitnehmer 1,475% des Beitrages, die Arbeitgeber tragen nur 0,475%. Lediglich Rentner, freiwillig Versicherte und Studenten müssen den Beitragssatz in voller Höhe selbst übernehmen. Auch Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr müssen einen Zusatzbeitrag von 0,25% selbst aufbringen.

Am 08. September 2010 hat nun das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die neuen Beitragsbemessungsgrenzen für das Jahr 2011 herausgegeben, die sich an der jährlichen Lohnsteigerung in Deutschland orientieren. Da die Reallöhne in Deutschland gesunken sind, beschloss das Ministerium erstmals seit 1949 eine Reduzierung der Beitragsbemessungsgrenze BBG, die nun im Jahr 2011 bei einheitlich 44.500 Euro Jahreseinkommen liegen wird. Im Vergleich zum Jahr 2010 ist dies eine Reduzierung um 450 Euro.

 

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