Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2011

Beitragsbemessungsgrenze BBG 2011 gesetzliche Krankenversicherung steigt

Die Beitragsbemessungsgrenze 2011 soll erstmals steigen. Die BBG für die Kranken- und Pflegeversicherung, bis zu der die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung steigen, wird jährlich seitens der Bundesregierung an die allgemeine Lohnsteigerung angepasst. Seit Einführung der Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 1949 ist diese Grenze analog der Lohnentwicklung stetig gestiegen.

Im Jahr 2011 könnte damit Schluss sein, denn die Reallohnentwicklung im vergangenen Jahr war aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie der häufig angewandten Kurzarbeit gesunken. [adsense]Im Jahr 2010 lag die Beitragsbemessungsgrenze, die sowohl für die gesetzliche Kranken- wie auch für die Pflegeversicherung gilt, bei 45.000 Euro. Bis zu diesem Bruttoeinkommen wurde demnach der einheitliche Beitragssatz von 14,9% berechnet, wobei der Arbeitgeber einen Anteil von 7% trägt, die Arbeitnehmer hingegen müssen 7,9% hiervon übernehmen. Erst dann, wenn das Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, sind die Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung gedeckelt und können dann nicht weiter steigen.  Siehe auch Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung und Beitragsbemessungsgrenze Pflegeversicherung für detaillierte Informationen.

Sinkende Löhne in 2010 sorgen für Herabsetzung der BBG 2011

Im Jahr 2011 wird aufgrund der Lohnentwicklung eine Beitragsbemessungsgrenze 2011 von nur noch 44.550 Euro erwartet. Aufgrund der allgemeinen Lohnzurückhaltung werden hierdurch nur wenige Arbeitnehmer und Arbeitgeber entlastet, zumal der Anteil der Arbeitnehmer (Arbeitnehmeranteil) ab dem Jahr 2011 ohnehin auf 8,2% des Bruttoeinkommens ansteigt und die Belastung so trotzdem höher ausfallen wird. Auch für Arbeitgeber (Arbeitgeberanteil) steigt die Belastung, die ab 2011 bei 7,3% des Bruttoverdienstes der Arbeitnehmer liegt.

Versicherungspflichtgrenze 2011 bzw Jahresarbeitsentgeltgrenze sinkt ebenfalls

Ebenso wie die Beitragsbemessungsgrenze wird ab 2011 wohl auch die Versicherungspflichtgrenze leicht sinken. Diese Einkommensgrenze gibt an, bis wann Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Übersteigt das Einkommen diese Grenze in drei aufeinander folgenden Jahren, können sich Versicherte von ihrer Versicherungspflicht befreien lassen und zur privaten Krankenversicherung wechseln. Weitere Informationen unter Versicherungspflichtgrenze Krankenversicherung sowie Entgeltgrenzen (JAEG) der vergangenen Jahre.

 

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