Beitragsbemessungsgrenze 2013

2013 steigt Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung

Auch diese Jahr wurde die Beitragsbemessungsgrenze 2013, kurz BBG, erhöht. Die Beitragsbemessungsgrenze 2013 steigt, weil auch die durchschnittlichen Löhne und Gehälter in 2012 gestiegen sind. Damit steigt der maximale Beitrag zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung in 2013, wenn auch nur leicht.

Die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung erfolgt jährlich gemäß der Entwicklung der Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer in Deutschland. Dabei orientiert sich der Gesetzgeber an der Veränderung der Bruttolohnsumme der Beschäftigten des vergangenen Jahres relativ zur Bruttolohnsumme der Beschäftigten des vorvergangenen Jahres. Einen Überblick über die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung seit dem Jahre 2003 bis zum Jahr 2012 liefert die folgende Auflistung. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung ist hier dargestellt als Jahresbetrag.

2003: 41.400 EUR
2004: 41.850 EUR
2005: 42.300 EUR
2006: 42.750 EUR
2007: 42.750 EUR
2008: 43.200 EUR
2009: 44.100 EUR
2010: 45.000 EUR
2011: 44.550 EUR
2012: 45.900 EUR

Monatliche Einkommensgrenzen

Die Beitragsbemessungsgrenze lässt sich auch als Monats-Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Pflegeversicherung ausdrücken. Die Höhe der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze ergibt sich dadurch, dass man die Jahres-Beitragsbemessungsgrenze durch 12 teilt. Da das Jahreseinkommen sehr oft bestimmte Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld etc.) mit umfasst, liegt die Höhe von einen Zwölftel des Jahresgehalts vieler Arbeitnehmer über dem regelmäßig pro Monat ausgezahlten Gehalt. Die Entwicklung der Monats-Beitragsbemessungsgrenze seit dem Jahr 2003 bis zum Jahr 2012 ist in der folgenden Liste wiedergegeben.

2003: 3.450,00 EUR
2004: 3.487,50 EUR
2005: 3.525,00 EUR
2006: 3.562,50 EUR
2007: 3.562,50 EUR
2008: 3.600,00 EUR
2009: 3.675,00 EUR
2010: 3.750,00 EUR
2011: 3.712,50 EUR
2012: 3.825,00 EUR

Maximaler Beitragssatz zur Krankenversicherung steigt in 2013

Für das kommende Jahr 2013 hat die Bundesregierung die neue Höhe der BBG kürzlich bekannt gegeben. Wie aufgrund der Einkommensentwicklung erwartet wurde, ist der Zahlenwert für die Beitragsbemessungsgrenze 2013 gestiegen. Aus der obigen Auflistung ist zu ersehen, dass die BBG im Jahr 2012 noch bei 45.900 EUR jährlich bzw. 3.825 EUR monatlich lag. Für das Jahr 2013 wurde der Wert der BBG auf 47.250 EUR pro Jahr bzw. 3.937,50 EUR pro Monat angehoben. Damit ergibt sich eine jährliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche KV von 1.350 EUR. Die gleiche absolute Erhöhung des Wertes der BBG von 1.350 EUR gab es bereits beim Jahreswechsel 2011 nach 2012. Prozentual bedeutet diese Erhöhung eine Steigerung von 2,94 % gegenüber dem Vorjahr. Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze 2013 zieht auch immer eine Erhöhung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) nach sich.

Neue BBG 2013: Arbeitnehmeranteil zur Kranken- und Pflegeversicherung

Im Jahr 2011 belief sich der maximale Gesamtbeitrag zur GKV von einem kinderlosen Versicherten auf 675,13 EUR pro Monat. Im Jahr 2012 erhöhte sich dieser Beitrag um weitere 10,60 EUR auf 685,73 EUR. Von dem Gesamtbeitrag zur KV übernimmt der Arbeitnehmer mehr als die Hälfte. In 2011 betrug der maximale Arbeitnehmeranteil 349,91 EUR.

Im Jahr 2012 betrug er 360,51 EUR. Im Jahr 2013 berechnet sich die neue Beitragsbelastung zur gesetzlichen Krankenversicherung folgendermaßen. Durch Multiplikation des Wertes der BBG KV 2013 von 3.937,50 EUR mit dem aktuellen Beitragssatz von 15,5 % ergibt sich der maximale Gesamtbeitrag zur GKV (nur für die Krankenversicherung) von 610,31 EUR monatlich.

Dazu kommt noch der Beitrag zur Pflegepflichtversicherung in der GKV. Der maximale Beitrag zur Pflegepflichtversicherung eines kinderlosen Versicherten wird berechnet durch Multiplikation des Wertes der BBG KV 2013 von 3.937,50 EUR mit dem Pflegepflichtversicherungsbeitragssatz von 1,95 % sowie dem Zuschlag für Kinderlose von 0,25 % und ergibt den Wert von 86,63 EUR pro Monat.

Insgesamt erhält man also in 2013 für Kinderlose einen Gesamtbeitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung von 696,94 EUR monatlich. Im Vergleich zum Vorjahr 2012 mit einem Gesamtbeitrag von 685,73 EUR bedeutet dies eine monatliche Mehrbelastung von 11,21 EUR.

BBG 2013: Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Von dieser Mehrbelastung sind sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer betroffen. Da der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 7,3 % eingefroren ist, muss ein Arbeitnehmer die restlichen 8,2 % der Gesamtbeitragssatzes von 15,5 % allein tragen.

Der Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung 2013 berechnet sich daher, indem der Wert der BBG KV 2013 von 3.937,50 EUR multipliziert wird mit dem Arbeitnehmerbeitragssatz von 8,2 %. Diese Berechnung liefert den Wert von 318,94 EUR als Höchstbeitrag in der gesetzlichen KV für Arbeitnehmer.

Dazu kommt noch der Beitrag zur Pflegepflichtversicherung, der sich bei einem kinderlosen Arbeitnehmer wie folgt berechnet. Da Arbeitnehmer und Arbeitgeber je die Hälfte des Pflegepflichtversicherungsbeitragssatzes von 1,95 % tragen, wird der Wert der BBG KV 2013 von 3.937,50 EUR mit dem Pflegepflichtversicherungsbeitragssatz von 0,975 % sowie dem Zuschlag für Kinderlose von 0,25 % multipliziert. Als Ergebnis erhält man den maximalen Beitrag eines kinderlosen Arbeitnehmers zur Pflegepflichtversicherung von 48,23 EUR.

Insgesamt liegt also der Höchstbeitrag eines kinderlosen Arbeitnehmers zur Kranken- und Pflegeversicherung der GKV in 2013 bei 367,17 EUR im Monat. Im Jahr 2012 waren es nur 360,51 EUR. Daraus ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Mehrbelastung in 2013 von 6,66 EUR im Monat.

Arbeitgeberzuschuss steigt mit der Beitragsbemessungsgrenze 2013

Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze für 2013 bedeutet aber auch eine Erhöhung des Arbeitgeberzuschusses zur privaten Krankenversicherung in 2013. Der Arbeitgeberzuschuss zur PKV in 2013 berechnet sich wie folgt. Der Beitragssatz der GKV beträgt zurzeit 15,5 %. Davon tragen die Arbeitgeber nur den eingefrorenen Beitragssatz von 7,3 %. Multipliziert man nun die monatliche Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung für 2013 von 3.937,50 EUR mit 7,3 %, so ergibt sich der neue Arbeitgeberzuschuss zur PKV in 2013 von 287,44 EUR. In 2012 betrug der Arbeitgeberzuschuss zur PKV dagegen nur 279,23 EUR. Der Mehrzuschuss der Arbeitgeber in die PKV 2013 beträgt also 8,21 EUR pro Monat bzw. 98,52 EUR im Jahr.

Auch der Zuschuss der Arbeitgeber zur Pflegepflichtversicherung steigt wegen der neuen BBG KV in 2013 auf 38,39 EUR. Dies bedeutet eine Erhöhung um 1,10 EUR im Vergleich zum Vorjahr 2012 mit einem Zuschuss von 37,29 EUR.

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